Unser Standpunkt zur Windenergie

Die WAL befürwortet den Ausbau regenerativer Energieerzeugung in Warstein, weil wir einen Beitrag zur Energiewende und damit dem Erreichen der Klimaschutzziele leisten wollen und müssen; eine bedeutende Rolle wird hier aus unserer Sicht auch der Windenergie zuteil. Bei der Standortsuche für Windenergieanlagen ist es jedoch notwendig, Argumente aller Art sorgfältig abzuwägen und gerade ökologische Bedenken genau zu prüfen.

Hierbei darf prinzipiell kein Unterschied dabei gemacht werden, ob das Gebiet sich in land- oder forstwirtschaftlicher Nutzung befindet. Der Vogelschutz muss auf dem Haarstrang wie auch im Arnsberger Wald ernstgenommen werden!


Vor diesem Hintergrund sollte die pauschale Ausweisung der Haar als „Vogelschutzgebiet Hellwegbörde“ auf den Prüfstand gestellt werden. Aufgrund erhöhter Windhöffigkeit und landschaftlicher Vorprägung durch Windenergieanlagen wäre dieses Gebiet für Repowering, aber auch für den Ausbau prädestiniert. Stieße man bei den Planungen für einen bestimmten Bereich auf sensible Vogel- oder Fledermausarten, könnte dem Artenschutz im Einzelfall dennoch ausreichend Rechnung getragen werden.


Neben ökologischen Aspekten muss auch der Wert des Warsteiner Waldes als Naherholungsgebiet bedacht werden. Zur Beeinflussung des Tourismus durch Windenergie gibt es zwar bislang bestenfalls widersprüchliche Untersuchungen, das ungestörte „Erlebnis Wald“ würde mit dem Einzug von Windenergieanlagen jedoch mindestens beeinträchtigt werden.


Wir begrüßen es deshalb, dass Bezirksregierung und Regionalrat Arnsberg aufgrund der zahlreichen Einwendungen nun doch noch Anpassungsbedarf am „sachlichen Teilplan ‚Energie‘“ sehen. Letztendlich muss eine Entscheidung über die Ausweisung von Vorrangzonen im Sinne der kommunalen Selbstverwaltung sowieso in der Hand des Stadtrats liegen.


Damit die Diskussion auf der Sachebene bleibt, sollte die Wiederholung technisch nicht haltbarer Bedenken und ein Beschwören von unwahrscheinlichen Horrorszenarien unterbleiben: Negative Einflüsse durch elektromagnetische Felder sind genauso wenig nachweisbar wie solche des Infraschalls, und Lärmbelästigungen können durch die Einhaltung von Mindestabständen zur Wohnbebauung ausgeschlossen werden. Moderne Windenergieanlagen verfügen zudem über Notabschaltungen sowie Blitzschutzanlagen und kommen ohne brennbare Betriebsmittel in der Gondel aus; das Brandrisiko wird hierdurch deutlich reduziert.


Argumente wie diese führen zu einer generellen Diskreditierung der Windenergie und schüren unnötigerweise Ängste vor dieser insgesamt sehr umweltverträglichen Form der Energiegewinnung. 

21.09.16



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