Widerworte

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Dagmar Hanses - unsere Abgeordnete im Düsseldorfer Landtag

 

"Unglaublich spannende Landschaft"

Fred Hansen (4.v.r.), Tourismusbeauftragter des Landes und Einsatzleiter der Ranger auf dem Rothaarsteig, zeigte sich bei einer Wanderung mit WAL und Grüner Jugend von der Höhle nach Hirschberg begeistert "von der naturräumlichen Ausstattung des Waldes".

Auf ersten Blick in Warsteiner Wald verliebt.

Er ist Ranger-Einsatzleiter auf dem Rothaarsteig, und er hat sich verliebt. "Wer sie einmal gesehen hat, wird sie nie vergessen", beschreibt er das Objekt seiner Begierde. Im Bilsteintal ist er ihr verfallen, und sollten die Warsteiner ihre einmalige Schönheit nicht zu schätzen wissen, will er sie zu sich holen an den Rothaarsteig. Dass es sich langfristig rechnen würde, die alte Jugendherberge ab- und an anderer Stelle wieder aufzubauen, daran zweifelt der Experte für Natur- und Landschaftsplanung nicht. "Ich muss immer an dieses Gebäude denken", gestand Fred J. Hansen vor interessierten Zuhörern im Gasthof Cramer. Zur Auseinandersetzung mit dem Thema "sanfter Tourismus" hatten WAL und Grüne Jugend eingeladen und der Forstingenieur aus Kirchhunden genoss vor allem die Waldwanderung, die dem theoretischen Teil vorausging.

Die "Liebe auf den ersten Blick" ereilte ihn kurz nach dem Start auf dem Höhlen-Parkplatz. Doch auch im Verlauf des Spaziergangs bis zur Bermecke-Hütte bot sich dem geschulten Auge so manches Kleinod. "Ich bin von der naturräumlichen Ausstattung ihres Waldes begeistert", schwärmte Hansen, wobei er vor allem die Vielfalt der großen, unzerschnittenen Waldfläche mit Höhlen, Quellen, botanischen, geologischen und historischen Besonderheiten hervorhob. Die zauberhaft-mystische Sauerland-Waldroute ist nach Ansicht des Fachmanns die perfekte Fortführung des Rothaarsteiges, denn der Ranger hofft auf fließende Übergänge entlang der südwestfälischen Wanderrouten. Dabei setzt er auf gemeinsame Projekte im Zuge der Strukturfördermaßnahme "Regionale". Der gewünschte "Knowhow-Transfer" ist bereits im vollen Gange. Hansen: "Darum sitze ich heute hier". Auch seine Ranger-Truppe könnte schon bald in friedlicher Absicht ins Waldrouten-Territorium einfallen. Ihr Einsatz als Mittler zwischen Mensch und Natur hat sich mehr als bewährt. Die schmucken Männer mit den großen Hüten sind am Rothaarsteig längst zur Institution geworden. "Warum sollten wir nicht ein paar zu euch rüber schicken?" fragte ihr Einsatzleiter und erntete begeisterte Zustimmung. Den Raum Warstein sieht Hansen als "unglaublich spannende Landschaft, wo man Geschichten erzählen und faszinieren kann - Eine wunderbare Perle in der Perlenkette der Besonderheiten von Iserlohn bis Marsberg, von Brilon bis Dillenburg."

 

Nach "all den Hiobsbotschaften der letzten Wochen" sah WAL-Vorsitzender Werner Braukmann einen Lichtblick am Horizont des heimischen Touristikhimmels, denn der Referent dokumentierte mit beachtlichen Zahlen die wirtschaftlichen Erfolge des "Trendweges Rothaarsteig". 1,5 Millionen Besucher jährlich bringen der Region Einnahmen in Höhe von 33 Millionen Euro und sorgen für circa 800 zusätzliche Arbeitsplätze. Katapultartig sei man seit der Eröffnung im Jahr 2001 an die Spitze der deutschen Wanderwege geschnellt. Warstein könnte aufgrund seiner Nachbarschaft zu den Ballungszentren des Ruhrgebietes an diesen Erfolg anknüpfen, ist der Experte sicher: "12 Millionen Menschen suchen Wandermöglichkeiten - holen sie um Himmels willen die Leute hierher, die Autobahn liegt doch schon vor der Tür!

I. Schmallenberg, WA 29.8.2009

29.08.09



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