Widerworte

Mittwoch, 1. Sept.: Nichts als Worte ... - "sturzpräventiv"! >


Dagmar Hanses - unsere Abgeordnete im Düsseldorfer Landtag

 

Getränkemarkt auf dem Bergenthal-Gelände - ein weiterer empfindlicher Rückschlag für die Stadtentwicklung

"Mit großer Bestürzung haben wir, die Vertreterinnen und Vertreter der Warsteiner Bevölkerung, erfahren, dass Sie den Plan verfolgen, in Ihrer Immobilie in der Dieplohstraße einen Getränkemarkt anzusiedeln und das traditionsreiche Hotel Bergenthal für einen Parkplatz abzureißen," in diesem Ton sollte man sich einmal dringend an den Grundstückseigentümer wenden, so die Meinung von WAL/GJ.

In der letzten Ratssitzung wurde von Werner Braukmann der Vorschlag eingebracht, in Sorge um den Plan des Besitzer der Immobilie Bergenthal Dieploh-/Haupstraße, das Hotel für einen Parkplatz abzureißen und im ehemaligen „Plus“-Markt einen Getränkehandel unterzubringen, eine Resolution zu verfassen, um öffentlich deutlich zu machen, auf wel-chen Protest dieses Vorhaben in der Warsteiner Bevölkerung stoßen würde.

 

Wir haben hier nun einen solche Resolutionstext einmal entworfen und stellen den Antrag, diesen in der nächsten Ratssitzung zu beraten und zu verabschieden! Man sollte, in einer derart stadtbildentscheidenden Angelegenheit, die Hoffnung nie aufgeben und auch noch die letzte Chance nutzen, Einfluss auf die Entwicklung zu nehmen. Es ist uns natürlich bewusst, wie gering dieser Einfluss ist – aber deswegen sollte man doch nichts unversucht lassen! Auch geht es darum, zumindest öffentlich Unmut und Protest zu artikulieren, damit nicht durch Stillschweigen der Eindruck entsteht, man bemühe sich nicht darum, diesen weiteren drohenden, gravierenden Einschnitt ins Stadtbild zu verhindern.

 

Nun hat die Stadtspitze deutlich gemacht, dass sie intensiv in diesem Sinne mit den Immobilienbesitzern verhandelt – das ist zu begrüßen, wird aber der Öffentlichkeit kaum bewusst. Eine solche Resolution würde diese Öffentlichkeit schaffen und könnte zudem möglicherweise die Verhandlungsposition verbes-sern. Dass die Besitzer „rein geschäftliche Interessen“ haben, wie weiter argumentiert wurde, versteht sich natürlich von selbst. Und davon auszugehen, dass eine Resolution daher „im Sande verlaufen würde“, stellt unseres Erachtens ein zu mutloses Verhalten dar, das uns als Rat schlecht ansteht. Die Bevölkerung hat einen Anspruch darauf, dass ihre Meinungen und Interessen auch von uns deutlich und öffentlich vorgebracht wer-den! Wir Warsteiner müssen überhaupt deutlicher und engagierter unsere Interessen vertreten!

 

 

 

Textvorschlag für die Resolution:

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großer Bestürzung haben wir, die Vertreterinnen und Vertreter der Warsteiner Bevölkerung, erfahren, dass Sie den Plan verfolgen, in Ihrer Immobilie in der Dieplohstraße einen Getränkemarkt anzusiedeln und das traditionsreiche Hotel Bergenthal für einen Parkplatz abzureißen.

Sie werden wissen, dass die Verwirklichung eines solchen Vorhabens der Kernstadt Warstein, was das Stadtbild und die Stadtentwicklung angeht, einen weiteren empfindlichen Rückschlag versetzen würde! Nun wissen wir natürlich um Ihre schwierige Situation, diese Immobilie zu vermarkten. Wir haben Verständnis für Ihre geringe Bereitschaft, noch länger auf „bessere Angebote“ zu warten. Möglicherweise ist der Plan ja auch nur Teil einer geschickten Vermarktungsstrategie und wir rennen offene Türen ein …

Dennoch halten wir es für notwendig, hier in aller Deutlichkeit zum Ausdruck zu bringen, wie sehr die Bevölkerung Warsteins einen solchen Einschnitt ins Stadtbild missbilligen würde! Man hat in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten im Übermaß eine Verschlechterung und Verödung der innerstädtischen Verhältnisse mitansehen müssen – und man erwartet daher zu Recht, dass es endlich wieder, wenn auch bescheiden, aufwärts geht (hoffentlich auch durch Initiative und Engagement heimischer Geschäftsleute!) Das Vorhaben Getränkemarkt/Parkplätze würde uns allerdings um weitere Jahre zurückwerfen! Wir sind sicher, dass wir im Namen der gesamten Bevölkerung sprechen, wenn wir Ihnen bei allem Verständnis für Ihre geschäftlichen Interessen diese große Sorge um die Entwicklung der Warsteiner Innenstadt vortragen und Sie eindringlich bitten, dieses Vorhaben zu überdenken!


Der Rat der Stadt Warstein …


PS Ein Vorschlag: Die Warsteiner Geschäftswelt ist sicher bereit, sich mal zu einem „großen Rat-schlag“ mit Ihnen zusammenzusetzen, um nach Auswegen aus dieser schwierigen Lage zu suchen. Vielleicht finden sich auf diese Weise ja noch bessere Lösungen!

24.11.09




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