"Der Kandidat der Herzen hat gewonnen!"
Eine erste Stellungnahme des WAL-Vorsitzenden zur Wahl.
Warstein wirkt nach diesem merkwürdigen Wahltag wie zweigeteilt, quer zu allen üblichen politischen Fronten. Da drängt es ein breites Parteienbündnis scharf gegensätzlicher Gruppen nach einem Wechsel im Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters, da unsere Stadt neue Entwicklungsimpulse braucht – aber der Veränderer von außen wird erfolgreich abgewehrt, selbst von vielen Wählerinnen und Wählern der großen Parteien! Erfolg eines Wahlkampfs, in dem Gefühle eine starke Rolle spielten. Der Kandidat der Herzen hat eindrucksvoll gewonnen. Gratulation!
Aber wie soll es nun weitergehen? Die blockierten Verhältnisse in Warstein, die wir durch einen neuen Mann im Rathaus gelöst sehen wollten, bleiben bestehen, trotz des Zugewinns von BG und ihrem Bürgermeister. Und Warstein kann eigentlich kein "Weiter so!" überstehen!
Richtig ist, dass die großen Parteien, die mit einer frontalen Opposition Göddes Schwächen in der hauptamtlichen Amtsführung deutlich machen wollten, ihre Strategie ändern müssen. Der politische Umgang muss ein anderer werden!
Aber auch der Bürgermeister, dessen Popularität nur mühsam die Unklarheit und Ineffektivität seines bisherigen Regimes verdeckt, sollte einsehen, dass er sich intensiver, entschlossener und besser beraten den großen Themen der Warsteiner Politik widmen muss: der Begrenzung der Belastungen und Gefährdungen durch den gefräßigen Steinabbau, der drängenden Verkehrslösung, der Stadtentwicklung, der Mobilisierung der Selbsthilfekräfte in der Bevölkerung, der Erzeugung einer Aufbruchstimmung im Ortsteil Warstein, der Sanierung der Finanzen, der Reform des Rathauses.
Wir, als älteste und erfahrenste der "kleinen Parteien", sind gern bereit, dazu beizutragen, neue Formen der einvernehmlichen Zusammenarbeit aufzubauen.
Werner Braukmann
04.09.09
